Bedeutung des Trialogs

Selbstsorge und -management

Autor: R., bipolarerfahren

Wie können wir eigene Wege finden? Wie können wir vom „Opfer" zum „Moderator“ des eigenen Lebenswegs werden? Welche Beratung, Unterstützung und Hilfen können wir wie einsetzen? Wie können wir unsere Lebenssituation mit Blick auf Manien und Depressionen aktiv gestalten? Ein Weg im Umgang mit Manien und Depressionen ist es, sich aufzuzeignen, was geschehen ist. Methoden der Aufzeichnung von Antrieb und Stimmung sind zu finden unter www.lifechart.de

Es gilt, die Frühwarnsymptome im Einzelnen kennen zu lernen und wahrzunehmen. Diese Zeichen anzunehmen und zu beachten erlaubt, in Harmoniemit sich selbst auch Veränderungen herbeizuführen. Was wir nicht zumindest vorläufig akzeptieren, können wir auch nicht verändern. Hilfreich sind dabei ein Notfallplan, Behandlungsvereinbarungen und eine Patientenverfügung. Betroffene sollten gut griffbereit neben dem Telefon oder im Portemonnaie einen Notfallplan mit den wichtigsten Kontakten aufbewahren.

Die Selbstsorge, das Selbstmanagement und unsere Eigenverantwortung gilt es zu entwickeln und zu stärken. Psychoedukation – professionelle Hilfe zur Selbsthilfe – kann hier Hilfe und Anschub sein.

Da sie zeitlich begrenzt ist, wollen wir uns in dieser Zeit aneignen, das eigene Management selbst aufzubauen

  • Frühwarnsymptome
    Um weitere Krankheitszeiten abzuschwächen oder zu vermeiden, brauchen wir eine Übersicht über individuelle Frühwarnsymptome.
  • Unterscheidung zwischen Persönlichkeit und Störung
    Patienten müssen lernen, zwischen Persönlichkeit und Erkrankung zu unterscheiden. Was gehört zum Kern der Persönlichkeit und was ist „erkrankt“?
  • Wiederherstellung sozialer Beziehungen
    Soziale Beziehungen müssen wiederhergestellt und neue aufgebaut werden. Es gilt, neue Wege für belastende Lebenssituationen zu finden.
  • Stressbewältigung im Alltag
    Es müssen neue Bewältigungsstrategien im Umgang mit Stress im Alltag erworben werden.
  • Umgang mit Medikamenten
    Da die Pharmakotherapie oft unumgänglich ist, sind Informationen über die Möglichkeiten, Wirkungen, Nebenwirkungen und Nicht-Wirkungen nötig. Wie kann der Umgang mit Medikamenten genau aussehen? Chancen und Risiken sollten wir mit den Therapeuten als „Kopiloten" abzuschätzen versuchen.
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