Bedeutung des Trialogs

Was ist Achtsamkeit?

Autor: R., bipolarerfahren

Achtsam ist, wer ein Geschehen bewusst wahrnehmen kann, ohne zu bewerten. Oft verlieren wir den Augenblick aus den Augen. Er ist aber die einzige Zeit, in der man tatsächlich handelt und erlebt. Wer in Gedanken in der Zukunft oder Vergangenheit verweilt, kann nicht präsent, also im Hier und Jetzt sein. Kleine und große Ereignisse – das Leben selbst rauscht förmlich vorbei, ohne gelebt zu werden.

Wenn wir uns achtsam verhalten, können wir innehalten. Atmung, Körper und Gedanken aufmerksam wahrnehmen, ohne sie direkt zu bewerten. Dadurch ist ein tieferes Verständnis für uns selbst möglich. Auch in angespannten oder kritischen Situationen können wir wach und aufmerksam sein und aktiv handeln. Das gelingt, auch ohne dass wir unsin der Situation zu verlieren und nur noch automatisch reagieren.

Übungen

  • Achtsame Meditation im Liegen, Sitzen, Gehen
  • Sanfte Dehnungs- und Entspannungsübungen aus dem Yoga
  • Übungen zum Integrieren von Achtsamkeit im Alltag

Themen

  • Leben im Augenblick
  • Dem Stress angemessen begegnen
  • Umgang mit schwierigen Emotionen wie Angst und Wut
  • Achtsamkeit und Schmerzen
  • Sich selbst annehmen und sich vertrauen

Kleiner Fahrplan

Ich nehme mir täglich mehrmals eine Minute Zeit, um mich zu fragen:
Könnte ich jetzt in diesem Augenblick besser für mich sorgen?
Ich halte an, verschaffe mir einen Überblick und horche in mich hinein. Ich werde ruhig. Ich kann warten, bis mein inneres Ich antwortet. Ich erkenne, was für mich gut ist, und richte mich danach.

In entscheidenden Situationen gilt es, vier Fragen zu stellen:

  • Ist das Problem wichtig?
  • Ist mein Ärger angemessen?
  • Lässt sich die Situation ändern?
  • Ist sie es wert, etwas zu unternehmen?
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