Therapie von Bipolaren Störungen

Welche Therapien sind für mich die richtigen?

bildWelche Therapien für Sie persönlich die richtigen sind, sollten Sie immer mit Ihrem Arzt, Ihrem Therapeuten oder Ihrem Behandlungsteam besprechen. Dies ist deshalb notwendig, weil jede Psychose anders ist und weil jede Person, die an einer Psychose erkrankt, und ihre Angehörigen unterschiedliche Probleme, Bedürfnisse, Wünsche, Erfahrungen und Erwartungen haben. Dementsprechend müssen alle Therapien, ob medikamentös oder psychosozial, auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und aufeinander abgestimmt werden. Dies geht nur in enger Zusammenarbeit mit Ihren Therapeuten und Ihrer Familie. Es gibt einige Punkte, auf die Sie besonders achten sollten:

  • Sie brauchen einen festen Therapeuten, besser noch ein festes Bezugstherapieteam bestehend aus Psychiater und Therapeuten, über einen längeren Zeitraum. Auch Ihre Familie sollte das Therapieteam kennen und in Ihre Behandlung miteinbezogen werden. Lassen Sie sich gut über alle therapeutischen Möglichkeiten informieren und entscheiden Sie mit.
  • Zur Therapieplanung und zur Betrachtung des Verlaufs empfiehlt es sich, von Zeit zu Zeit alle Beteiligten „an einen Tisch zu bringen“. Hier können gemeinsame Entscheidungen getroffen und mögliche Missverständnisse vermieden werden.
  • Auf der Suche nach dem „richtigen“ Psychotherapeuten sollten Sie sich Zeit lassen. Fragen Sie Ihr Bezugstherapieteam, ob es in Ihrer Nähe einen Psychotherapeuten mit Erfahrung gibt, der mit Menschen mit Psychose arbeitet. Lassen Sie sich, wenn notwendig, bei der Suche und Organisation unterstützen.
  • Richten Sie Ihren Therapieplan nach Ihrer momentanen Situation aus. Über- oder unterfordern Sie sich nicht. Fragen Sie nach einem festen Therapieplan. Dieser sollte wochenweise genau vorsehen, welche Therapien Sie wann und wo durchführen sollen.
  • Probieren Sie Therapien aus. Nicht jede Therapie ist für jeden die richtige. Erlauben Sie sich, verschiedene Therapien auszuprobieren. Führen Sie die fort, die Ihnen helfen und gut tun.
  • Fragen Sie, wer Ihnen die Medikamente verschreibt und wer Ansprechpartner für mögliche medikamentöse Komplikationen oder Fragen ist.
  • Fragen Sie nach einem Krisenplan. Dieser sollte alle wichtigen Telefonnummern und Notfallnummern enthalten. Legen Sie auch fest, welche Station für Sie in der Krise zuständig ist. Achten Sie darauf, dass auch Ihre Familie über alle Schritte gut informiert wird.
  • Fragen Sie, ob ein sog. Zuhausebehandlungsteam existiert, dass Ihnen im Krisenfall besonders zur Seite steht – auch im eigenen Umfeld.
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