Therapie von Psychosen

Worauf muss ich bei der medikamentösen Therapie achten?

bildVor Beginn der medikamentösen Therapie sollten Sie dem behandelnden Psychiater genau mitteilen, unter welchen Symptomen Sie seit wann leiden. Zudem ist es wichtig, dass Sie ihm genau erklären, unter welchen Symptomen Sie am stärksten leiden und was Sie sich von der Therapie am meisten erhoffen. Wichtig ist auch, ihm mitzuteilen, ob Sie irgendein Medikament früher schon einmal nicht vertragen haben. Treffen Sie mit dem Arzt gemeinsam die Entscheidung , welches Medikament für Sie das beste sein könnte.

Nach Beginn der Therapie sollten Sie Ihren Psychiater regelmäßig über Wirkungen der Antipsychotika informieren. Achten Sie dabei darauf, ob die Symptome in Häufigkeit, Intensität und Dauer zurückgehen und führen Sie ggf. ein Tagebuch.

Falls Sie Schwierigkeiten mit dem Schlaf haben, ängstlich oder angespannt sind, fragen Sie Ihren behandelnden Arzt nach einer zusätzlichen Benzodiazepingabe.

Bei einigen Patienten entwickelt sich während oder nach Verschwinden der psychotischen Symptome eine Depression. Informieren Sie Ihren Psychiater frühzeitig über einen möglichen Stimmungseinbruch, insbesondere dann, wenn Sie Suizidgedanken haben. Er wird dann mit Ihnen therapeutische Möglichkeiten besprechen. Falls sich innerhalb der ersten zwei bis drei Wochen überhaupt keine Verbesserung der Psychose einstellt, informieren Sie Ihren Behandler und bitten Sie ihn, mit Ihnen Vor- und Nachteile eines Wechsel des Antipsychotikums zu diskutieren.

Im Verlauf der antipsychotischen Therapie können Nebenwirkungen auftreten, v. a. zu Beginn. Viele dieser Nebenwirkung sind von außen nicht ersichtlich, d. h. der Arzt kann nicht sehen, ob Sie an dieser oder jener Nebenwirkung leiden. Dementsprechend ist er darauf angewiesen, dass Sie ihn darüber informieren. Dies gilt insbesondere bei sexuellen Funktionsstörungen, über die zu sprechen für beide, Betroffene und Arzt, manchmal nicht leicht ist. Wichtig ist auch, den Arzt frühzeitig über Änderungen Ihrer Essgewohnheiten zu informieren. Im Falle von Nebenwirkungen diskutieren Sie therapeutische Alternativen.

Haben Sie ein wenig Geduld: Die meisten Nebenwirkungen treten zu Beginn der Behandlung auf und verschwinden von selbst wieder.

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