Therapie von Psychosen

Welche Antipsychotika gibt es?

Es existieren zwei verschiedene Typen von Antipsychotika – sog. „konventionelle“ oder „typische“ Antipsychotika und sog. „atypische“ Antipsychotika. Die Unterscheidung beruht vor allem auf der Gefahr, so genannte extrapyramidalmotorische Störungen (EPS) auszulösen, wobei diese Gefahr bei atypischen Antipsychotika deutlich geringer ist.

Antipsychotika existieren in verschiedenen Formen und sind nicht in allen Darreichungsformen erhältlich:

  • Als normale Tabletten oder Kapseln, die täglich eingenommen werden müssen
  • Als sog. Schmelztabletten, die sich auf der Zunge auflösen und täglich eingenommen werden müssen
  • Als Tropfen (werden meist nur auf der Station verschrieben)
  • Als kurzwirksame Depotform, die nur auf Station zur Akutbehandlung eingesetzt wird
  • Als sog. Depotform, also als Injektion in den Muskel, die alle zwei bis vier Wochen wiederholt werden muss

Nachfolgend finden Sie eine Liste von häufig angewendeten Antipsychotika und den dazugehörigen Handelsnamen:

Atypisches Antipsychotikum Antipsychotika als Tablette (Handelsname®) Antipsychotika als Depotinjektion (Handelsname®)
Amisulprid Solian  
Aripiprazol Abilify  
Clozapin Leponex  
Olanzapin Zyprexa  
Paliperidon Invega  
Quetiapin Seroquel  
Risperidon Risperdal Risperdal Consta
Ziprasidon Zeldox  

 

Typisches Antipsychotikum Antipsychotika als Tablette (Handelsname®) Antipsychotika als Depotinjektion (Handelsname®)
Fluphenazin Dapotum Dapotum D
Flupentixol Fluanxol Fluanxol Depot
Haloperidol Haldol Haldol Decanoat
Perazin Taxilan  
Perphenazin Decentan Decentan-Depot
Pimozid Orap  
Zotepin Nipolept  
Zuclopenthixol Ciatyl Ciatyl Acuphase
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