Hilfen für den Alltag

Rückfälle verhindern und Krisen meistern

bildEinen Rückfall einer Psychose zu erleiden ist für jeden Betroffenen und auch für seine Angehörigen und Freunde sehr belastend. Die beste Rückfallvorbeugung ist seine Medikamente regelmäßig einzunehmen. Ohne medikamentösen Rückfallschutz erleiden 8 von 10 Betroffene einen Rückfall, mit Rückfallschutz dagegen nur 2 von 10 Betroffene. Folgende Tipps helfen Ihnen Rückfälle zu verhindern und Krisen erfolgreich zu meistern:

  • Auch wenn Sie die Psychose gut überstanden haben, besteht ein hohes Rückfallrisiko. Die Medikamente wirken nicht nur gegen die akute Symptomatik, sondern verhindern auch den Rückfall.
    Ohne medikamentöse Rückfallbehandlung erleiden 80% einen psychotischen Rückfall.
  • Falls Sie Probleme mit der täglichen Medikamenteneinnahme haben, besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Möglichkeit einer Depotmedikation, d. h. eine Gabe des Antipsychotikums als Injektion alle 2 bis 4 Wochen.
    Wenn Sie die Medikamente absetzen, fühlen Sie Sich direkt danach besser. Diesen Effekt nennt man „Honeymoon effect”. Er dauert zumeist 1 bis 4 Wochen, danach treten häufig die ersten Frühwarnzeichen eines Rückfalls auf.
  • Frühwarnzeichen für einen psychotischen Rückfall sind bei jedem anders, die häufigsten finden Sie rechts aufgeführt. Erstellen Sie eine Liste Ihrer persönlichen Frühwarnzeichen und heben Sie sie so auf, dass Sie jederzeit nachschauen können.
  • Wenn Sie diese Frühwarnzeichen erleben, nehmen Sie sofort Kontakt zu Ihrem Arzt oder Therapeuten auf. Eine frühe Anpassung der Medikation zusammen mit einer Stressreduktion kann auch schon beginnende Rückfälle verhindern.
  • Falls Ihnen ein Zuhausebehandlungsteam zur Verfügung steht, informieren Sie es über Ihre derzeitige psychische Instabilität.

Mein Krisenplan und Krisenpass

Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Vorgehensweise bei möglichen zukünftigen Krisen vorher zu planen. Den Krisenpass können Sie dann ausdrucken! Bitte füllen Sie zusammen mit Ihren Therapeuten den folgenden Krisenplan aus.

DOWNLOAD: Weiterbehandlungsplan und Therapiepass (pdf, 168 KB)

DOWNLOAD: Weiterbehandlungsplan und Therapiepass (pdf, 168 KB)

Zum Seitenanfang