Wichtiges für Angehörige

Die Situation der Freunde

bildIm Zusammenhang mit der wachsenden Aufmerksamkeit für Ersterkrankte öffnet sich auch der Blick für Angehörige außerhalb der engeren Primär- oder Sekundärfamilie. Wenn es noch Freundeskreise gibt, dann fühlen sich manche Jugendliche hier subjektiv besonders aufgehoben, gebunden oder ausgegrenzt, sehen sich starken Loyalitätskonflikten ausgesetzt oder wollen tatsächlichen oder vermeintlichen Ansprüchen genügen, unter Umständen sogar mehr als in der Familie. Gerade bei Betroffenen mit Drogenerfahrung spielen die Zusammenhänge der jeweiligen „Subkultur” eine wichtige Rolle. Die männlichen Ersterkrankten unserer Ambulanz konsumieren zu etwa 90% mindestens Cannabis – die meisten von ihnen gemeinschaftlich.

Wie können sie nach Abklingen der Psychose vor sich akzeptieren und vor den anderen vertreten, dass ihre Gefährdung durch Cannabis nun ungleich größer ist als die der anderen? Wie können die Freunde ihnen dabei helfen? Müssen Therapeuten nicht viel stärker lernen, auch die Peer-Gruppen einzubeziehen?

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